
Mein Name ist Jannis B. Ihrig und ich bin mit frühkindlichem Autismus diagnostiziert worden. Meine unsichtbare Behinderung äußert sich im alltäglichen Leben vorrangig darin, dass es mir schwerfällt, ein soziales Band zu anderen zu knüpfen.
Nur mit großen Schwierigkeiten kann ich Gefühle und Intentionen anderer an ihrer Mimik ablesen, aus ihrem Tonfall heraushören oder anhand ihrer Körpersprache erraten. Dieser Umstand macht es für mich nahezu unmöglich, einschätzen zu können, welchen Eindruck ich bei anderen hinterlasse: Habe ich sie gerade beeindruckt oder sie mit etwas verärgert? Nie kann ich das mit Gewissheit sagen, denn wir leben in einer Gesellschaft, in der viele Dinge unausgesprochen bleiben. Man soll gefälligst selbst merken, wenn man sich danebenbenimmt.
Somit blieben mir die Gefühlswelten anderer häufig verborgen und ich musste einen anderen, indirekten Zugang zu ihnen finden. Eine Möglichkeit, dies zu tun, fand ich in Geschichten. Geschichten, selbst wenn sie versuchen, sehr subtil zu sein, sind immer bemüht, ihre Leser*innen nicht zu verlieren, weshalb sie sich in ihren Worten deutlich ausdrücken. Vor allem geschriebene Geschichten geben mir daher einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt ihrer Protagonist*innen.
Diese seit meiner Kindheit bestehende Liebe zu Geschichten hat mich dazu inspiriert, meine eigenen Geschichten zu schreiben und Philosophie zu studieren, um meinen geistigen Horizont zu erweitern. Jetzt, wo ich meinen Masterabschluss in der Tasche habe, bin ich auf der Suche nach einem Verlag, der meine Werke verlegt.
Bei Interesse möchte ich gerne dazu einladen, durch die Texte auf meinem Blog www.jannis-b-ihrig.de zu stöbern und dort einen Eindruck von meinen Geschichten zu erhalten.